Erweiterung der Zugferd und X-Rechnung um weitere Bankverbindungen

Geändert am Do, 5 Nov um 11:25 VORMITTAGS

INHALTSVERZEICHNIS



Bei der Erstellung von Rechnungen und Storno-Rechnungen werden alle aktiven Bankverbindungen des Mandanten auch in den strukturierten E-Rechnungsdaten berücksichtigt. Dies gilt für bis zu drei hinterlegte Bankverbindungen. Siehe Artikel: 

Mehrere Bankverbindungen verwalten 


Die Erweiterung betrifft folgende Formate:

  • ZUGFeRD EN 16931 (Comfort), Version 2.3
  • XRechnung, Version 3.0


Abbildung der Bankverbindungen

Für jede aktive Bankverbindung wird im strukturierten E-Rechnungsdokument eine eigene Instanz der Gruppe BG-17 „CREDIT TRANSFER“ erzeugt. Je Bankverbindung werden folgende Angaben ausgegeben:

  • IBAN: BT-84
  • Kontoinhaber beziehungsweise Kontoname: BT-85
  • BIC: BT-86

Der Zahlungsart-Code BT-81 gilt für die gesamte Zahlungsanweisung und bleibt für alle im Dokument ausgegebenen Bankverbindungen identisch.



Anzahl der ausgegebenen Bankverbindungen

Das System berücksichtigt alle aktiven Bankverbindungen des Mandanten, maximal jedoch drei.

Dabei gilt:

  • Bei einer aktiven Bankverbindung wird eine Instanz von BG-17 erzeugt.
  • Bei zwei aktiven Bankverbindungen werden zwei Instanzen von BG-17 erzeugt.
  • Bei drei aktiven Bankverbindungen werden drei Instanzen von BG-17 erzeugt.
  • Inaktive Bankverbindungen werden nicht berücksichtigt.
  • Nicht vorhandene Bankdaten führen nicht zur Erzeugung leerer BG-17-Instanzen.


Beispiel

Sind beim Mandanten drei aktive Bankverbindungen hinterlegt, enthält die E-Rechnung drei Zahlungsverbindungen:

BG-17, Bankverbindung 1
BT-84: IBAN 1
BT-85: Kontoinhaber 1
BT-86: BIC 1
 
BG-17, Bankverbindung 2
BT-84: IBAN 2
BT-85: Kontoinhaber 2
BT-86: BIC 2
 
BG-17, Bankverbindung 3
BT-84: IBAN 3
BT-85: Kontoinhaber 3
BT-86: BIC 3

Der Zahlungsart-Code BT-81 wird dabei einheitlich für die Zahlungsanweisung verwendet.



Hinweis bei elektronischen Rechnungsformaten

Wird beim Arbeitgeber eines der betroffenen elektronischen Rechnungsformate ausgewählt, erscheint bis zur Umsetzung in der Jahresversion 2027 folgender Hinweis:



Hinweis: Bei E-Rechnungen wird aktuell ausschließlich die Primärbankverbindung berücksichtigt.
Die Unterstützung mehrerer Bankverbindungen ist ab der Jahresversion 2027 vorgesehen.

Der Hinweis wird unmittelbar bei der Auswahl des Rechnungsformats eingeblendet. Maßgeblich ist die Bankverbindung mit der hinterlegten Reihenfolge 1.



Umbau der Bankverbindungen in den Mandantenstammdaten

Die Liste „Bankverbindung Debitorenrechnungen“ (Mandant->Einstellungen) wird nur angezeigt, wenn es sich beim ausgewählten Mandanten um den lokalen EnVita-Mandanten handelt.

Bei anderen Mandanten bleibt der Bereich ausgeblendet. Dies betrifft insbesondere Enterprise-Umgebungen mit Multiunternehmensfähigkeit, in denen weitere Mandanten angelegt sein können, für die keine Bankdaten aus EnVita vorliegen.




Synchronisierung der Bankverbindungen mit EnVita.Connector

Die für elektronische Rechnungen benötigten Bankverbindungen werden weiterhin in sOne Web gepflegt. Eine manuelle Pflege der Bankdaten im FullClient ist nicht vorgesehen.


Meldet sich ein Benutzer aus dem FullClient über den EnVita.Connector an, werden die Bankverbindungen bei der Systemprüfung automatisch mit den Mandantenstammdaten synchronisiert.

Dabei werden:

  • neue Bankverbindungen am Mandanten angelegt,
  • geänderte Bankdaten aktualisiert,
  • in EnVita deaktivierte Bankverbindungen auch im FullClient deaktiviert,
  • in EnVita entfernte Bankverbindungen entsprechend aus den Mandantenstammdaten entfernt.

EnVita ist damit das führende System für die Bankdaten. Die Anzeige im FullClient entspricht dem Stand der zuletzt erfolgreich durchgeführten Systemprüfung.



Die synchronisierten Bankverbindungen werden im FullClient ausschließlich zur Information angezeigt.



Migrations-Script für bestehende Bankverbindungen

Für bestehende Mandanten wird ein einmalig ausführbares Migrationsskript bereitgestellt. Dieses überträgt die bisherige Bankverbindung aus der alten Datenbankstruktur in die neue Struktur für bis zu drei Bankverbindungen pro Mandant. 


Wurde ein Migrationsskript bereits erfolgreich ausgeführt, und dieses erneut ausgeführt wird,
dann werden keine doppelten Bankverbindungen in der neuen Datenstruktur angelegt.

Bereits migrierte Bankverbindungen werden erkannt und bei der erneuten Verarbeitung übersprungen.


Vorhandene Bankverbindung migrieren

Ein Mandant besitzt in der bisherigen Datenstruktur eine Bankverbindung mit Bankname, Kontoinhaber, IBAN und BIC,
wenn das Migrationsskript ausgeführt wird, dann wird die Bankverbindung unverändert als erste Bankverbindung für denselben Mandanten in der neuen Datenstruktur angelegt. Die migrierte Bankverbindung erhält die Reihenfolge 1.



Mandant ohne Bankverbindung

Ein Mandant besitzt in der bisherigen Datenstruktur keine Bankverbindung, wenn das Migrationsskript ausgeführt wird,
dann wird für diesen Mandanten kein Eintrag in der neuen Datenstruktur angelegt. Die Verarbeitung wird ohne Fehler fortgesetzt.



Vollständige Migration aller Mandanten

Mehrere Mandanten besitzen jeweils eine Bankverbindung in der bisherigen Datenstruktur, wenn das Migrationsskript vollständig ausgeführt wurde, dann besitzt jeder betroffene Mandant in der neuen Datenstruktur genau eine migrierte Bankverbindung. Die Werte für Bankname, Kontoinhaber, IBAN und BIC entsprechen jeweils unverändert den Ausgangsdaten.




Feature: 19089

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